Jordanien

Felsenstadt Petra

Die Felsenstadt Petra ist eine der Hauptsehenswürdigkeiten des Landes Jordanien und eine wahre Touristenattraktion. Bereits im Jahr 1995 wurde diese in die Kulturerbeliste der UNESCO aufgenommen und sollte bei einem Urlaub in Jordanien unbedingt auf dem Reiseplan stehen. Auch stand Petra auf der Vorschlagsliste für die sogenannten “Neuen Weltwunder”. Der Ort befindet sich am Rand der Steinwüste Wadi Arabia und ist von der Hauptstadt Amman etwa in fünf Autostunden zu erreichen.

Petra von oben

Petra von oben

Jahrhundertelang war diese nur aus Sagen und Geschichten bekannt, bis sie im Jahr 1912 durch den Schweizer Johann Ludwig Burckhardt entdeckt wurde. Die Wurzeln dieser historischen Stadt jedoch gehen zurück auf das Jahr 9.000 vor Christus – somit gilt Petra als eine der ältesten Siedlungen des mittleren Ostens. Da diese an der Gabelung mehrerer Karawanenwege lag, war sie ein bedeutendes Handelszentrum und entwickelte sich rasch zu einer der wohlhabendsten Städte Jordaniens. In der Antike war Petra die Hauptstadt der Nabatäer, einem Handelsvolk, welches die Wege zwischen Rom und Asien kontrollierte.

Petra

Petra

Bei der Felsenstadt Petra handelt es sich um eine beeindruckende Grabanlage, die aus mehreren Gräbern der Könige sowie aus zahlreichen und eher unbedeutenden kleinen Gräbern besteht. Zahlreiche in Fels gehauene Fassaden, die teilweise bis zu 40 Meter hoch sind, kann man in der Stadt Petra bestaunen – ein Highlight, welches sicher jeden Besucher in Erstaunen setzt.

Doch das ist bei weitem nicht alles: etwa 800 verschiedene Baudenkmäler befinden sich in der näheren Umgebung von Petra, eines der berühmtesten Bauwerke ist das sogenannte “Schatzhaus”. Hierbei handelt es sich um ein 40 Meter hohes Bollwerk, welches aus sechs korinthischen Säulen besteht und unzählige Relieffiguren beherbergt. Nicht umsonst gilt dieses Schatzhaus als das meistfotografierte Bauwerk in der Stadt Petra.

Petra ist einfach nur beeindruckend

Petra ist einfach nur beeindruckend

Damit man möglichst viele der Sehenswürdigkeiten in Petra entdecken kann, sollte man für einen Aufenthalt in der Stadt möglichst zwei Tage einplanen. Übrigens muss man Petra nicht zu Fuß kennenlernen – für Touristen werden spezielle Führungen auf dem Rücken eines Kamels oder Esels angeboten.

Felsenstadt Petra

Felsenstadt Petra

Jordanien ist voll von archäologischen Reichtümern – von frühsteinzeitlichen Ruinen bis zu den Wüstenschlössern der Omaijadenprinzen. Der bedeutendste nationale Schatz jedoch ist die faszinierende rosarote Stadt Petra, heute eine UNESCO Weltkulturstätte. Aus Denkmalschutzgründen befinden sich alle Touristeneinrichtungen in der Stadt Wadi Musa, unmittelbar vor dem Eingang zu den Ruinen.
Petra ist die Hinterlassenschaft der Nabatäer, einem fleißigen arabischen Volk, das vor mehr als 2000 Jahren in Sudjordanien siedelte. Von ihrer abgeschirmten Hauptstadt aus beherrschten sie die Handelsrouten des antiken Arabiens, erhoben Zölle und sicherten im Gegenzug Schutz und Unterschlupf für die Karawanen und ihre Ladung an Gewürzen und Seide aus Indien, Elfenbein und Tierfellen aus Afrika.
Das nabatäische Königreich dauerte über Jahrhunderte fort und Petra war vielbewundert wegen seiner gehobenen Kultur, seiner massiven Architektur und seinem raffinierten Wassersystem mit Dämmen und Känalen. Schließlich jedoch annektierte der römische Kaiser Trajan das Königreich.
Um das 16. Jh. ging Petra dem Westen vollständig verloren, und so blieb es für fast 300 Jahre. Im Jahre 1812 überzeugte der Schweizer Reisende Johann Ludwig Burckhardt seinen Reiseführer, ihn zur sagenumwobenen verlorenen Stadt zu bringen. Während er geheime Notizen machte und Skizzen anfertigte, schrieb er, „es ist wahrscheinlich, dass die Ruinen im Wadi Musa die des antiken Petra sind.”
Viel von Petras Anziehungskraft rührt von der spektakulären Lage tief innerhalb einer engen Wüstenschlucht. Vom Haupteingang gehen Sie in den Canyon, „Siq” genannt, der durch ein vorzeitliches Erdbeben aufgerissen wurde. Während Sie sich zwischen Felswänden durchschlängeln, die sich bis zu 80 m emporschwingen, passieren Sie Inschriften in altertümlichen Sprachen und aus dem Fels gemeißelte Kammern.
Petras berühmtestes Monument, das Schatzhaus, erscheint auf dramatische Weise am Ende des Siq. Als Kulisse in den Schlussszenen des Films „Indiana Jones und der letzte Kreuzzug” genutzt, ist diese imposante, hochaufragende Fassade gerade einmal das erste von Petras Geheimnissen. Zahlreiche Pfade und Aufstiege enthüllen buchstäblich hunderte von in den Fels gemeißelten Grab- und Tempelfassaden, Grabkammern und Felsreliefs – genug, um Sie für viele Tage hier festzuhalten. Sie werden ein Theater mit 3000 Sitzen aus dem frühen ersten Jahrhundert n. Chr. entdecken, ein Palastgrab im römischen Stil, sowie ein gigantisches Deir (Kloster) aus dem ersten Jh. Ein bescheidener Schrein, der an den Tod von Moses Bruder Aaron erinnert, wurde im 13. Jh. auf dem Gipfel des Aaronsberges (Jabal Haroun; Teil der Sharah-Kette) durch den damaligen Mamelucken-Sultan errichtet.
In den frühen Morgenstunden und am Spätnachmittag sind die Sehenswürdigkeiten Petras im besten Licht, wenn die Sonne dem vielfarbigen Stein eine warme Tönung verleiht und Ihnen Petra in gleicher Pracht erscheint wie einstmals Burckhardt. Der Weg war lang und mühsam, als er 1812 seine Reise machte. Heute bringen Sie ein paar Stunden Fahrt zu diesem unvergleichlichen Ort.

Petra Großer Tempel

Petra Großer Tempel